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Füllungen

Karies – was nun? – ein Loch soll gefüllt werden! Welche Materialien und Möglichkeiten gibt es?

ÄSTHETISCHE FÜLLUNGEN
Ästhetische Zahnheilkunde bedeutet mit Materialien zu arbeiten, die der Zahnform, Farbe und Konsistenz sehr ähnlich sind und daher Restaurationen mit freiem Augen kaum wahrnehmbar sind. Wir verwenden in unserer Klinik kein Amalgam mehr, da dieses Material bekannterweise obsolet ist. Alte, kariesbefallene Füllungen werden von uns ausgetauscht, und mit zahnfarbigen Füllungsmaterialien ersetzt. Als Füllungsmaterial verwenden wir Produkte der Firma 3M (www.3m.com) , da diese dem internationalen Qualitätsstandard am besten gerecht werden.
Diese zahnfarbene Füllungen haben wie die alten Amalgamfüllungen eine nicht so hohe Lebenserwartung und müssen häufiger ausgetauscht werden. Sie stellen eine kostengünstige, ästhetisch ansprechende, aber auch eine kurzlebiger Alternative zu Gold und Keramik dar. Diese Füllungen werden direkt im Mund verarbeitet und die eingebrachte, plastische, zahnfärbige Masse im Mund mit einem Speziallicht ausgehärtet. Danach wird die Füllungsoberfläche ausgearbeitet und anschließend poliert.

Falls in der Hartsubstanz der Zähne (Dentin, Schmelz) Schäden von unterschiedlichen Ursachen entstehen, können diese durch Füllungsmaterial ausgebessert und korrigiert werden. Der Zahn kann durch Karies ein Loch haben, abgenutzt sein oder abgebrochen sein. Wenn die äußere Schicht des Zahnes der so genannte Zahnschmelz beschädigt sein sollte und das darunterliegende Dentin zum Vorschein kommt, kann der Zahn empfindlich werden und sogar mit Schmerzen reagieren. Der Grund dafür ist, dass sich im Dentin kleine zur Pulpa (Zahnkammer in der sich Nerven und Blutgefäße befinden) führende Kanäle befinden. Durch diese Kanäle können Empfindungen zu den Nerven in der Pulpa geleitet werden, wodurch eine Schmerzempfindung ausgelöst werden kann. Die Auslöser können Kälte sowie Wärme sein, die reizen, gezuckerte, süße oder sauere Speisen und Getränke; bei Karies können den Schmerz auch Bakterien auslösen. Das Dentin ist auch eine weichere und porösere Substanz als der Zahnschmelz, so kann der Abbau in dieser Schicht noch schneller erfolgen. Es ist wichtig etwaige Schäden rasch zu erkennen und diese zu reparieren, da es bei weiterem Fortschreiten zu Komplikationen und Schmerzen kommen kann, und es in weiterer Folge zu Wurzelbehandlungen führt, wenn die Pulpa durch den Schaden erreicht wird.

Mit Zahnfüllungen kann man kleinere bis mittlere Destruktionen an Schneidezähnen sowie Molaren korrigieren. Für den Aufbau von abgebrochenen Kanten und Ecken an den Schneide- sowie Eckzähnen verwenden wir auch diese Füllungsmethodik, auch für etwaige Schäden an den Zahnhälsen.

Vor der eigentlichen Zahnfüllung muss die Kavität gesäubert werden. Wir müssen die weiche kariöse Zahnsubstanz mit all den Bakterien entfernen, auf sichtbaren Oberflächen entfernen wir auch alle Verfärbungen. Bei der Anfertigung von Füllungen bereiten wir die Kavität entsprechend dem verwendeten Füllungsmaterial und der Füllungsgröße bzw. Füllungsflächen unterschiedlich vor. Dann füllen wir die Kavität mit weichem, plastischem Füllungsmaterial, welches selbsthärtend ist oder mit Hilfe von blauem Licht ausgehärtet wird. Dann arbeiten wir die Kauflächen bzw. Ränder nach, formen die natürlichen Höcker und Fissuren der Kaufläche nach Möglichkeit aus. Abschließend muss die Oberfläche noch poliert werden, um eine schöne, glatte, dem natürlichen Zahnschmelz ähnelnde, Oberfläche zu erhalten.

3M ästhetische Füllung
Wir verwenden an unserer Klinik Füllungsmaterialien der marktführenden Firma 3M ESPE. Diese Materialien zeichnen sich durch ausgezeichnete Qualität, entsprechen den höchsten ästhetischem Empfinden, haben sehr gute Zahnfarben und sind lichthärtend. Kompositfüllungen sind schon seit Jahrzehnten in der Zahnmedizin gebräuchlich. In den letzten Jahren ist es Möglich geworden, solche Materialien herzustellen, die den Farbeigenschaften der unterschiedlichen Zahnschichten (Schmelz, Dentin, Zahnhals, Schneidekante) entsprechen und dadurch fast unsichtbare Füllungen möglich machen.
Für die Erhaltung der Zähne ist der größte Vorteil dieser Füllungsmaterialien, dass es zur chemischen Verbindung zwischen Zahn und Füllung kommt. Es wird eine mikroskopische Oberflächenvergrößerung erreicht und diese für die Verbindung ausgenutzt, so muss nur das wirklich notwendige Material vom Zahn bei der Präparation entfernt werden. Wir entfernen nur den weichen, kariösen Teil und etwaige Verfärbungen, ohne große Kästen ausformen zu müssen.

Nach der Präparation und Säuberung der Kavität kommt es zur Konditionierung mit einem speziellen Ätzgel der mit der Füllung in Verbindung tretender Zahnoberflächen. Die so erreichte Oberflächenvergrößerung wird nun mit einer Art „Klebstoff“ dem Bond benetzt. Dessen Aufgabe ist es die Verbindung zwischen Füllung und Zahn zu gewährleisten und ist fähig in ausgehärtetem Zustand die Belastungen zwischen Zahn und Füllung auszugleichen. Der Bond muss einige Sekunden einwirken bevor wir ihn mit Blaulicht aushärten bzw. polymerisieren. Dann erst wird die plastische Füllung schichtweise eingebracht. Die Grundsubstanz besteht aus einer Kunstharzmasse, die durch Glasionomerperlen verstärkt ist, d.h. sie ist biokompartibel. Bei der Einbringung können die Schichtfarben der Zahnfarbe angepasst werden, die Masse kann verdichtet werden und jede Schicht wird mit Blaulicht ausgehärtet. Durch das Blaulicht findet eine Photopolymerisation statt, wobei die Füllung völlig aushärtet und sofort verwendbar ist. Wir fertigen die Füllung passend nach den farblichen Gegebenheiten der betroffenen Zähne an und können sogar die Transparenz der Füllung beeinflussen. Zum Schluss arbeiten wir noch alle Oberflächen der Füllung nach und Formen die Kaufläche naturgemäß nach. Abschließend wird dann noch die Füllung poliert um eine glänzend glatte Oberfläche zu erreichen. Das so erreichte Ergebnis dient nicht nur zur Erhaltung des Zahnes, sondern entspricht auch unserem ästhetischem Empfinden.

Amalgamfüllung

Bevor in der Zahnmedizin zahnfärbige Füllungsmaterialien zur Verwendung kamen, wurde weltweit Amalgam als Füllungsmaterial verwendet. So kommt es, dass viele Patienten heute noch Amalgamfüllungen haben, da viele Krankenkassen weltweit nur diese bezahlen oder bezahlt haben. Wir verwenden seit mehr als 10 Jahren diese Form der Füllung nicht mehr an unserer Klinik.
Oft werden wir von diesen Patienten gefragt was nun zu tun ist. – Austauschen oder Belassen? Wenn keinerlei Beschwerden bestehen und wir auch keinerlei Probleme feststellen, können diese verbleiben und brauchen nicht ausgetauscht werden. Wenn diese aber sowieso erneuert werden müssen, kommen heutzutage bei uns nur ästhetische Füllungen oder Inlay/Onlayversorgungen in Frage.