Knochenaufbau
Was kann man tun bei zuwenig Knochen?
Wenn der vorhandene Knochen für die Implantation nicht ausreicht, kann man einen Knochenaufbau bzw. Ersatz machen. Für die Implantation ist eine Knochendicke von 6mm notwendig und eine Knochenlänge (in Implantatrichtung) von min. 8-10mm notwendig. Wenn eines dieser Werte unterschritten wird muss es zum Knochenaufbau durch sterile, gewebefreundliche Knochenersatzmaterialien (z.B. Bioos) kommen, weiters kann auch eigener Knochen dafür entnommen werden.
Oft kommt es im Oberkiefer im Seitenzahnbereich vor, dass zu wenig Knochen vorhanden ist. Durch längere Zahnlosigkeit wird hier der Knochen besonders schnell abgebaut, es befinden sich hier auch die Kieferhöhlen, also reicht die Knochenstärke zw. Mundhöhle und Kieferhöhle nicht aus, dann muss ein so genannter Sinuslift erfolgen. Hierbei wird die Schleimhaut der Kieferhöhle angehoben und das Knochenersatzmaterial hier eingebracht. Dieses Operationsverfahren ist eine sehr gute und sichere Methode um die Knochenmenge zu erhöhen.
Ob die Implantation zeitgleich mit dem Knochenaufbau erfolgen kann, hängt von den anatomischen Gegebenheiten ab und kann nur vom Chirurgen entschieden werden. Bei sehr wenig eigenem Knochen muss oft zuerst der Knochenaufbau erfolgen, erst dann kann nach 6-8 Monaten die Implantate gesetzt werden.
Knochenersatz=Augmentation:
Falls nicht genügen Knochen vorhanden ist, kann der fehlende Knochen durch Knochenersatzmaterial ergänzt werden. Dieser Eingriff kann zeitgleich mit der Implantation geschehen oder muss 3-6 Monate vor der Implantation erfolgen. Ausschlaggebend ist hierfür das Ausmaß des Knochenverlustes.